Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Sport und Theater


Teilnehmer: ATW, AVL, ZMI

Theater und Sport sind seit der Antike institutionell getrennte und zugleich konkurrierende Bereiche. Sie formulieren jeweils Körperkonzepte und Menschenbilder wie auch Handlungsmodelle. Seit Beginn des letzten Jahrhundert ist auf dem Theater verstärkt eine Auseinandersetzung mit Spielformen des Sports festzustellen, wenn es um die Suche nach neuen Formen von Theatralität ging. Ziel des Seminars ist es, anhand grundlegender theoretischer Texte sowie Analysen von Theaterproduktionen und Performances, in denen sportliche Präsentation und theatrale Repräsentation sich verbinden, die Frage nach der Funktion sportlicher Aktion im theatralen Rahmen zu stellen. Gibt es eine dem Sport spezifische Theatralität, wie wäre sie zu beschreiben? Wie verändert sie die Theatralität des Theaters? Gleichzeitig geht es darum Gemeinsamkeiten von Sport, Theater und Ritual herauszuarbeiten.

Für den Erwerb eines Leistungsscheins sind die regelmäßige Teilnahme, das Abhalten eines Referats sowie dessen schriftliche Ausarbeitung Voraussetzung. Für den Teilnahmeschein entfällt die schriftliche Hausarbeit.

Einführende Literatur:
Walter Burkert, „Die antike Stadt als Festgemeinschaft“, in Paul Hugger et altri (Hrg.), Stadt und Fest. Zu Geschichte und Gegenwart europäischer Festkultur, Stuttgart 1987, 25-44
Roger Caillois, Les jeux et les hommes,le masque et le vertige, Paris 1958, dtsch: Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch, Frankfurt/Main, Berlin, Wien, 1982
Hans-Ullrich Gumbrechts Lob des Sports Frankfurt/Main 2005
Martin Seels „Zelebration des Unvermögens. Aspekte einer Ästhetik des Sports“ In: Martin Seel, Ethisch-ästhetische Studien, Frankfurt/Main 1996, 188-200