Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Gesamtkunstwerk vor Wagner


Teilnehmer/innen: BA 03, BA 10, BA11; MA 01/03; ATW GS, HS; Komparatistik
Leistungsnachweis/Prüfungsleistungen: regelmäßige Teilnahme, mündl. Referat mit Thesenpapier; schriftliche Hausarbeit; auch in den Modulen BA 3,10,11 wird ein Seminar mit Hausarbeit verlangt, d.h. Referat mit Thesenpapier und Hausarbeit wie bei MA und Hauptstudium
Inhalt und Ziel: Die Trennung der Theaterkünste, die Richard Wagner mit seiner Konzeption des Gesamtkunstwerks aufzuheben trachtete, ist Ergebnis eines historischen Prozesses, der Ende des 17. Jahrhunderts einsetzte. Das Theater des 16. Und 17. Jahrhunderts, das ähnlich wie Wagner sich auf die Wiederbelebung des antiken Theaters berief, zeigte Formen des Zusammenspiels der Künste, die an ausgewählten Beispielen untersucht werden sollen, unterstützt durch die Analyse exemplarischer Inszenierungen , wie zum Beispiel Claudio Monteverdis Orfeo, durch Trisha Brown, einer der wichtigsten Vertreterinnen des Modern Dance.
Im Zentrum werden die Florentiner Intermedien (1589), einzelne Opern und Tanz- stücke von Claudio Monteverdi sowie Comédies-Ballets wie der „ Bürger als Edelmann“ (Le Bourgeois Gentilhomme von Molière und Lully) oder der „Eingebildete Kranke“ (Le malade imaginaire von Molière und Charpentier) stehen.
Es geht darum, das jeweilige, durch das Zusammenspiel von Sprache, Gesang, Tanz und Spiel projizierte Menschen- und Weltbild herauszuarbeiten und mit dem des Mittelalters und der Aufklärung zu konfrontieren.
Eine Lektüreliste ist ab Oktober im Sekretariat erhältlich.