Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Reproduzierbarkeit von Stimme


BA 02, 03, 04

Blockseminar

Termine:
04.04.08 (12.00h-14.00h)
02.05.08 (14.00h-19.00h)
03.05.08 (10.00h-15.00h)
16.05.08 (14.00h-19.00h)
17.05.08 (10.00h-15.00h)
30.05.08 (15.00h-21.00h)

Die Stimme als „l'entre-deux du corps et du langage“ (Rosolato) zu betrachten, gilt in der heutigen theaterwissenschaftlichen Forschung zur Theorie der Stimme als allgemeingültige Praxis. Zugleich zeugen die höchst unterschiedlichen Perspektiven auf die Stimme in z.B. der Phänomenologie, Kultur- und Medienwissenschaft, Anthropologie, Physiologie/Anatomie, der Psycholinguistik u.a., die nicht zuletzt in theaterwissenschaftliche Theorien zur Stimme einfließen, von der Schwierigkeit, Stimme und die an sie gebundenen Strategien des Zuhörens, Hineinhorchens, Verkörperns, Repräsentierens/Darstellens, Imaginierens und Halluzinierens innerhalb einer diskursiven Praxis zu positionieren. Wie wird das Phänomen Stimme gedacht? Welchen Bedingungen ist ein Denken der Stimme unterworfen? Was hört man, wenn man Stimmen hört? Was spricht, wenn jemand die Stimme erhebt? Wen spricht das Ich (noch)? Was (re)produziert die Stimme, die erschallt? Und was wird produziert, wenn Stimmen re-produziert werden?
Diese und andere Fragen sollen in diesem als Blockveranstaltung konzipierten Seminar gestellt, anhand von maßgebenden theoretischen Texten (Kolesch, Dolar, Finter u.a.m.) erörtert und mittels historischer Tondokumente exemplarisch geprüft und diskutiert werden.
Ein Besuch im Deutschen Rundfunkarchiv Wiesbaden sowie die praktische Umsetzung historischer Reproduktionskonzepte von Stimme sind vorgesehen (Materialien dafür können innerhalb bestimmter finanzieller Grenzen angeschafft werden). Näheres zu Planung und Ablauf in der ersten Sitzung am 04.04.08.
Zur Einführung (1. Sitzung):
Karl-Heinz Göttert. Geschichte der Stimme. München: Fink, 1998. dort: Kapitel 17 („Die Verkabelung der Sprache“) und Kap. 18 („Am Ende der Lautsprecher“).
Prüfungsleistungen werden in der ersten Sitzung mit den Teilnehmern geklärt.