Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Robert Wilson


BA-ATW-ATW-05
MA-ATW-ATW-01

Prüfungsvorleistungen: Regelmäßige und aktive Teilnahme
Prüfungsformen: BA/MA :Referat mit Thesenpapier und Hausarbeit in Seminar HA; MA: Kurzreferat mit Thesenpapier in Seminar

Inhalt und Ziel: Die Theaterarbeit Robert Wilsons, die Anfang der siebziger Jahre zum ersten Mal in Europa zu sehen gewesen war, ist neben Richard Foreman, Lee Breuer und Meredith Monk paradigmatisch für das amerikanische Theater der siebziger Jahre, das nach den Gemeinschaftsexperimenten das vorausgehenden Jahrzehnts die Perzeption des Zuschauers ins Zentrum stellt.
Aus der bildenden Kunst kommend, hat Wilson seine Theaterästhetik zuerst im Dialog mit Therapiekonzepten, bildender Kunst und Film, sodann mit Tanz, Musik und dem außereuropäischen Theater entwickelt. Zuerst ganz ohne Text oder mit Laut- und Textkollagen arbeitend, hat Wilson in den 80er Jahren auch den Text in seine Arbeit integriert und inszeniert neben Stücken auch Opern. Seine Arbeit ist gekennzeichnet durch eine Rückkehr zur Frontalbühne, die jedoch auf eine Veränderung der Zuschauerwahrnehmung abzielt, welche alle Konstituenten der theatralen Illusion betrifft: Raum und Zeit, die Person, den Umgang mit Texten und Klang, mit Mythen und Geschichte.
Mit Hilfe von Videoaufzeichnungen soll eine Annäherung an dieses Theater stattfinden, das nach seiner Beziehung zu den anderen Künsten und nach seinem Rezeptionspotential befragt werden soll.

Als einführende Lektüre wird empfohlen:
Stefan Brecht, The Theatre of Visions: Robert Wilson, Frankfurt/New York: Suhrkamp 1978
Holm Keller, Robert Wilson:Regie im Theater, Frankfurt: Fischer 1997
Arthur Holmberg, The Theatre of Robert Wilson, Cambridge: Cambridge University Press 1996
Laurence Shyer, Robert Wilson and his Collaborators, New York 1989