Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Roland Barthes


05-BA-ATW-ATW-02
05-MA-ATW-ATW-01



Im Zentrum von Roland Barthes‘ theoretischem Werk steht, wie er selbst schrieb, das Theater. Nach seinem direkten Engagement für ein anderes Theater in den fünfziger Jahren und der Reflexion über Brecht wird Barthes sich mit dem Theater ab Mitte der sechziger Jahre nur noch indirekt auseinandersetzen. Doch wenn er die Formen der Rezeption von Bildern – in der Werbung, der Malerei, im Film oder Photographie - oder von Stimmen – der Dichtung, des modernen Textes oder des Gesangs – befragt, oder Hören und Sehen im Hinblick auf die Zeichendeterminiertheit, aber auch den subjektiven Anteil des Vergnügens und der Lust zu sehen und zu hören ergründet oder die Theatralität von Sportveranstaltungen wie auch die Performativität der Lektüre ins Visier nimmt, bestimmt sein Denken eine Konzeption des Theaters, die den Prozess und die das Zeichen übersteigende Wirkung von medialen Phänomen in den Vordergrund stellt.
Das Seminar will anhand paradigmatischer Texte aus seinem Schaffen in Roland Barthes‘ Denken einführen, sie auf dem Hintergrund ihres Kontextes analysieren und mit einigen, für die Theaterwissenschaft wichtigen Konzepte Barthes vertraut zu machen.

Es werden folgende Bücher zur Anschaffung empfohlen:

  • Roland Barthes, Ich habe das Theater immer sehr geliebt, und dennoch gehe ich fast nicht mehr hin. Schriften zum Theater, hrg. von Jean-Loup Rivière, Berlin : Alexander-Verl., 2002
  • Roland Barthes, Der entgegenkommende und der stumpfe Sinn, Frankfurt am Main : Suhrkamp, 1990
  • Roland Barthes, Die Lust am Text, Frankfurt/Main, 1980

Prüfungsvorleistungen: ab 2. Studienjahr ATW
Prüfungsform: Kurzreferat mit 'Thesenpapier