Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Das italienische Theater nach 45


Teilnehmer: ATW, AVL

Das italienische Theater hat in der Nachkriegszeit mit Regisseuren wie Giorgio Strehler, Luca Ronconi, Carmelo Bene und Dario Fo, welche das Verhältnis von Theater und Gesellschaft neu befragten, das europäische Theater seit den sechziger Jahren entscheidend beeinflußt. Die Öffnung des Bühnenraums, die (Wieder-) Entdeckung alter und neuer Spiel- und Theaterformen, die Diskussion um das Verhältnis von Schauspieler und Text standen dabei im Zentrum. Das neue italienische Theater der siebziger und achtziger Jahre mit Gruppen wie Il Carrozzone/ I Magazzini oder Il Falso Movimento und die Produktionen Carmelo Benes und Giorgio Barberio Corsettis sowie der Societas Raffaello Sanzio zeigten dann eine erste europäische Version des Performancetheaters, während mit Pier Paolo Pasolinis Stücken und Überlegungen zum Theater nun ein neues Theater des Wortes angeregt werden wird.
Anhand von Videoaufzeichnungen soll hier an ausgewählten Beispielen ein Stück jüngster Theatergeschichte lebendig gemacht und mit Hilfe von Übersetzungen an den Texten nachvollzogen werden.

Folgendes Programm ist geplant:
1. Die italienische Erfindung des Regietheaters: Luchino Visconti und Giorgio Strehler
2. Volkstheater? Dario Fo und Franca Rame
3.Die Experimente Carmelo Benes und Carlo Quartuccis
4.Der Kongress von Ivrea 1967: Manifest für ein neues Theater
5.Luca Ronconi und die Öffnung der Bühne
6.Pier Paolo Pasolini: Das Theater des Wortes
7.Das Nuovo Teatro: I Magazzini und andere
8.Neues Theater, Theater des Wortes, Dialekts und Idiolekts