Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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nicht-verstehen


BA 04, BA 05, BA 09, BA 11
MA 01, MA 04, MA 03
CuP 02, CuP 05, CuP 09


„Verstehen will verstanden sein“ (Werner Hamacher)
„Alle Kunstwerke, und Kunst insgesamt, sind Rätsel“ (Theodor W. Adorno)
„Über die Wünschbarkeit einer Kunst des Nichtverstehens“ (Hans-Thies Lehmann)

... uäm.

Das Seminar lädt dazu ein, sich zu fragen, was das eigentlich für eine Sache ist, mit dem Verstehen. Oft ist das Urteil ‚das verstehe ich nicht’ ein negatives – soll Kunst also primär verständlich sein? Muss das Nicht-Verstehen (re-?)habilitiert werden? Und was ist überhaupt verstehen? Was ist damit zu gewinnen oder zu verlieren?
Darüber haben sich verschiedene Autorinnen und Autoren schon Gedanken gemacht (leider sind dieser Ankündigung auf die Schnelle auch wieder nur zu zitierende Männer eingefallen, aber das wird im Seminar nicht so bleiben!); Verstehen wird zumeist als verändernder Prozess, als Setzung, die vor der Wahrnehmung nicht besteht, verstanden. Subjektive und objektive Deutungsrahmen, „Framing“, sind zu hinterfragen, besonders auch an Beispielen verschiedener Kunstformen.