Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Projektdramaturgie.


Projektdramaturgie, Katharina Stephan, Mi: 16-19 Uhr

Projektdramaturgie ist ein Angebot zur Betreuung und Diskussion der eigenständigen künstlerischen Arbeiten der Studierenden. Er richtet sich an Studierende aller Semester mit Projekten verschiedenster Formate und Arbeitsstände, von ersten konkreten Ideen und Skizzen bis zu bereits existierenden Arbeiten, an denen weiter gefeilt wird.
Projektdramaturgie ist zwischen dem Erlernen von Techniken in "Praktischen Kursen" und dem Arbeiten zu einem vorgegebenen Thema in "Szenischen Projekten" angesiedelt. Es dient als Auseinandersetzungsplattform für die jeweiligen Projekte mit der Perspektive, ausgehend von einer spezifischen entstehenden Arbeit in eine gezielte Auseinandersetzung mit dem wachsenden Korpus eigener künstlerischer Arbeiten zu treten und eine enge Auseinandersetzung mit der individuellen / oder kollektiven Suche nach der eigenen Arbeitspraxis zu führen, in der Umwege durchaus erlaubt sind.
Den Rahmen für diese Auseinandersetzung bildet das Erproben von verschiedenen Formen des Feedbacks als Teil der künstlerischen Praxis - sowohl für die jeweiligen Macher als auch die anderen Seminarteilnehmer. Dabei geht es jenseits der bekannten Praktiken aus Aufführungsanalyse und Mustern aus Kritikgesprächen um eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Feedback Strategien und deren Aneignung, u.a. mit den "Feedback Tools", wie sie bei DasArts verwendet werden. Im Zentrum stehen die Schärfung und Strukturierung der Betrachtungen, die Befragung der eigenen Motivationen, Positionierungen und Perspektiven und das respektvolle Forschen im Sinne der angestrebten künstlerischen Arbeit als Formen der praktischen Theoriebildung.
Daneben gibt es Schwerpunktsitzungen zum Thema Förderung/Anträge und Arbeitsprozesse/Probentechniken. Neben dem Seminar werden je nach Bedarf auch Hilfestellungen zu Technik, Bewerbungen, Probenbesuche angeboten.
Der dreistündige Kurs soll einen angemessenen Diskussionsraum ermöglichen, der sich auch immer wieder in den Grenzbereich von praktischem Diskutieren und theoretischem Erproben begibt und wird je nach Bedarf voll genutzt.