Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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urban theory : urban practice (reloaded)


“Um 1840 gehörte es vorübergehend zum guten Ton,
Schildkröten in den Passagen spazieren zu führen.”
(W. Benjamin)

Verschiedene historische und zeitgenössische Texte (Theorien, Belletristik, Lyrik...) entwerfen verschiedene urbane Praxen, wie die des Flaneurs in Paris (W. Benjamin), des Mannes der Menge in London (E. A. Poe), des Eckenstehers Nante in Berlin (A. Glaßbrenner), der Voyeure und Marcheure (M. de Certeau), oder der Dérive (Situationismus).
Es soll also das Verhältnis dieser Konzepte und literarisch formulierten Praxen zu den körperlichen Praxen im und mit dem Urbanen untersucht werden, durch Lektüre und Ortstermine im Stadtraum, um die Lektüren im Stadtraum mit unseren Körpern zu konfrontieren. Die genaue Ausgestaltung solcher ‚Übungen‘ wäre dabei zu erarbeiten.

Voraussetzung: Bereitschaft, sich in die Gießener Innenstadt o.ä. zu begeben.