Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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HEINER MÜLLER - Zur Realität der Texte


BA 04, 05, 06, 09, 10; MA 01, 02, 03, 04, 05
CUP 02, 03, 05


Mißverständnisse in der Rezeption der Arbeiten Heiner Müllers beruhen meist auf dem verbreiteten Irrtum, Literaturgeschichte als eine Geschichte von Inhalten zu verstehen. Heiner Müller hält dem entgegen: »Die Utopie liegt in der Form, auch in der Eleganz der Form, der Schönheit der Form und nicht im Inhalt.«
Er dokumentiert das eindringlich in seinem Werk, in dem er immer wieder die Konzeptionen und Strategien seines Schreibens ändert und dabei die Mittel der Darstellung in den Texten und für das Theater über die jeweiligen Grenzen herausfordert. »Der eigentliche Spaß am Schreiben ist doch die Lust an der Katastrophe.« (Heiner Müller)
Das szenische Projekt wird sich exemplarisch mit seinen Stücktexten, Textstücken, Prosa und Gedichten beschäftigen, aber auch mit seinen Theaterkonzepten, seiner Vorstellung von der Arbeit mit Schauspielern und mit den zahlreichen Gesprächen und Interviews.
Die Veranstaltung ist für alle Studierenden offen. Sie kann auch als Seminar besucht werden; die Anrechnung als szenisches Projekt setzt den Abschluß mit einer eigenen künstlerischen Arbeit voraus.