Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Practical conversation - für ein kleines Theater


BA 04/05/06/09/10

MA 01/02/03/04/05

CUP 02/03/05

Kapitalismuskritik, Gender, Subjektivität, Gemeinschaft, Narration, Erinnerung, Flüchtlingskrise, Finanzmarkt - Begriffe, die man nicht selten hört, wenn Projekte geplant werden. Begriffe, die aber oft auch stumm machen, künstlerisch zu denken und ohne vorherige Legitimation Ansätze zu entwickeln.

Wie können wir künstlerisch ausgehend von einer Scheibe Wurst denken? Wie entsteht ein Material ohne bereits die klügste Arbeitsmethode der Welt entwickelt zu haben? Wie kann man im Performancebereich jammen, ohne im Improtheater zu landen? Das szenische Projekt versteht sich als organisierte Jam-Session, als suchendes Proben, als probierendes Proben ohne Wissen um das Ergebnis, als performativer Stammtisch. Es ist der ernstgemeinte Versuch einer wöchentlichen gemeinsamen Praxis.

Wie können wir uns untereinander künstlerisch / praktisch unterhalten und so unsere Ansätze entwickeln? Monolog, Dialog, Multilog - es wird permanent in unterschiedlichsten und immer neuen Konstellationen zusammen gearbeitet, Szenarien entwickelt, Miniaturen & Skizzen gezeigt und wieder verworfen, von anderen aufgenommen, überarbeitet und umgedeutet. Entsteht ein Gebrabbel, eine Idee oder ein Geniestreich? Wird es ein Streitgespräch oder ein Chor? Jede Besserwisserei, jede Kritik, jede Affirmation, jede Assoziation hat ihren Platz nur in einer praktischen Antwort. 

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