Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Die Revolution beginnt als Spaziergang. Theaterformen zwischen Stillstand und Bewegung


BA 04/05/06/09/10

MA 01/02/03/04/05

CUP 02/03/05

Put one foot forward. Put another foot forward. Repeat as often as decided. Mit einem Wort: Gehen. Spazieren - spaziare - sich räumlich ausbreiten, space making - Raum greifen. Den Raum begreifen. Womit haben wir es zu tun - ist Spazieren Zeitvertreib von Dandys, widerständige Praxis oder Inbegriff eines bürgerlichen Lebens? Wie bestimmen wir unsere Bewegungen? Strollology. Wir bewegen uns und verharren zwischen Flaneuren, Dérive, der Kunst des Handelns, Walking Pieces, Audio Walks, Scores und verkaufsoffenem Sonntag. Vom Denken beim Gehen und philosophischem Lustwandeln zum Aufmarsch, zur Demonstration, zum Mobil-Sein, zum Mobil-Machen, zum Krieg. Vom Verharren zum Anhalten, zum Stau, zur Blockade. Wir nähern uns diesem Gedankenfeld künstlerisch an. Auf Verkehrsinseln und Waldwegen. Auf der Bühne und auf der Schnellstraße. Laufen wir gemeinsam oder aneinander vorbei? Gibt es ein Ziel oder ist es ein Umweg? Entsteht ein Marsch oder ein Netz? Oder bewegt sich gar niemand? Ziel des Seminars ist eine intensive Auseinandersetzung mit verschiedensten Praktiken des Gehens. Das szenische Projekt wird überwiegend im Freien stattfinden. Es wird im Wintersemester voraussichtlich durch ein Theorieseminar von Bojana Kunst aufgegriffen, in dem entstandene Fragen und Perspektiven aus dem szenischen Projekt weiter wissenschaftlich reflektiert werden können.