Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Projektdramaturgie: Postdramatische Dramaturgie


BA 05/06/07/09/10/11

MA 02/04

CUP 3/7/8/9

Der Kurs Projektdramaturgie ist ein Angebot zur Betreuung und Diskussion der eigenständigen künstlerischen Arbeiten der Studierenden. Er dient als Plattform für die jeweiligen Projekte mit der Perspektive, ausgehend von einer eigenen entstehenden Arbeit in eine gezielte Auseinandersetzung mit dem wachsenden Korpus eigener künstlerischer Arbeiten zu treten und eine enge Beschäftigung mit der individuellen / kollektiven Suche nach der eigenen Arbeitspraxis zu führen, in der Umwege durchaus erlaubt sind. Das Seminar bietet wöchentlich 3 Stunden Zeit für die gründliche Diskussion/Vorstellung je einer Arbeit.

Der Kurs widmet sich im Sommersemester 2017 schwerpunktmäßig der Frage von Dramaturgie. Ein Begriff, der sich immer wieder entzieht, gerade in post-dramatischen Arbeitsansätzen. Welche Fragen, welche Anordnungen ergeben sich aus dem Material, mit dem man arbeitet? Welche Arbeitsprozesse, welche Probenprozesse entwickelt man daraus? Welche Muster, Rhythmen, Standardplätze gibt es, welche Wechsel von Spannung und Entspannung, von Flächen und Einbrüchen? Welche Rolle spielt Dramaturgie in Gruppen ohne Regie? Diesen Fragen werden wir als rotem Faden sowohl in der Auseinandersetzung mit den einzelnen Arbeiten nachgehen, als auch im Gespräch mit eingeladenen Gästen.

Daneben gibt es die Möglichkeit für Einzelsitzungen zum Thema Anträge, Finanzierung, künstlerische Selbstständigkeit. Selbstverständlich kann das Seminar auch besucht werden, wenn man keine eigene Arbeit zur Diskussion stellen will, sondern ein Interesse am Kennenlernen und der Diskussion anderer Arbeiten hat.

Je nach Schwerpunktlegung wird der Kurs als praktischer Kurs gewertet, es können bei entsprechenden Leistungen aber auch Seminarscheine oder Szenische Projektscheine erworben werden.