Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
MENU
DE EN

PROJEKTDRAMATURGIE - "In Fragen stellen"


BA 05/06/07/09/10/11
MA 02/04/05
CUP 03/07/08/09

Der Kurs Projektdramaturgie ist vor allem ein Angebot zur Betreuung und Diskussion der eigenständigen künstlerischen Arbeiten der Studierenden in einer festen Gruppe.
Er dient als Forum für die jeweiligen Projekte, um über eine eigene Arbeit - und ausgehend davon - über die individuelle / kollektive Suche nach künstlerischen Arbeitsweisen nachzudenken, wobei Umwege durchaus erlaubt sind. Das Seminar bietet wöchentlich 3 Stunden Zeit für die gründliche Diskussion/Vorstellung je einer studentischen Arbeit. Dabei sind alle Arbeitsstände willkommen - Konzepte, Zwischenstände, bereits entstandene Arbeiten. Selbstverständlich kann das Seminar auch besucht werden, wenn man keine eigene Arbeit zur Diskussion stellen will, sondern ein Interesse am Kennenlernen und der Diskussion anderer Arbeiten hat.

Neben der Diskussion der entstehenden Arbeiten widmet sich der Kurs im Wintersemester 2017/18 schwerpunktmäßig Fragen von Kritik. Welche Fragen ergeben sie aus einer einzigen künstlerischen Arbeit, einem Ansatz? Und wie funktioniert unsere Betrachtung - geht es um Projektoptimierung, Prozessoptimierung - ästhetische Fragen, politische Fragen? Strategien, Tools, Werkzeuge, Arbeitsweisen, Strukturen? Was kann Kritik oder Feedback in künstlerischen Arbeiten und Prozessen sein und wie kann sie sich formulieren? Nach welchen Prämissen wollen wir kritisieren? Hat der Kritiker immer Recht? Oder muss sich der Künstler für seine Arbeit verteidigen?
Dabei betreut der Kurs Projektdramaturgie wechselnd den im Anschluss an das Seminar stattfindenden ATW Stammtisch und versucht, dessen Struktur weiter zu denken und zu entwickeln (Gesprächsorganisation, Themenfindung, Vorgehensweisen, mögliche Gäste, leibliches Wohl).

Daneben gibt es die Möglichkeit für Einzelsitzungen zum Thema Anträge, Finanzierung, künstlerische Selbstständigkeit.

Der Ablauf des Seminars wird in der ersten Sitzung gemeinsam mit den Teilnehmern geklärt.

Je nach individueller Schwerpunktlegung wird der Kurs als praktischer Kurs gewertet, es können bei entsprechenden Leistungen aber auch Seminarscheine oder Szenische Projektscheine erworben werden.