Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Audiovision


Teilnehmer : DTM, AVL, ZMI

Theater und Film sprechen das Auge und das Ohr an, doch wie entsteht der Gesamteindruck einer Audiovision? Welches sind die Strategien einer Verbindung von visuellem Eindruck und Höreindruck im heutigen Theater unter dem Einfluß von Film und Video? Welche Einwirkung hat die Trennung oder Kontrastierung von Hören und Sehen auf die Rezeption der performativen Künste?

Solche Fragen sollen im Verlauf dieses Seminars gestellt und beantwortet werden. Am Beispiel von Film-, Video- und Theaterproduktionen, u.a. von Laurie Anderson, Samuel Beckett, Luis Bunuel, Jean Luc Godard, Jean Marie Straub, Hans Jürgen Syberberg, sollen folgende Themenbereiche diskutiert werden:
- Psychische Grundlagen der Wahrnehmung: Echo und Narziß ( 1.-3.Sitzung )
- Hören und Sehen ( 4.-6. Sitzung)
- Wahrnehmungsidentitäten und Geschlechtsidentitäten: die audiovisuelle Konstruktion der
Person im Theater ( 7.-6. Sitzung )
- Audiovision im Film ( 7.-9. Sitzung )
- Audiovision im Theater ( 9.-15. Sitzung )

Für den Erwerb eines Leistungsscheins sind die regelmäßige Teilnahme, das Abhalten eines Referats sowie dessen schriftliche Ausarbeitung Voraussetzung. Für den Teilnahmeschein entfällt die schriftliche Hausarbeit.

Einführende Literatur:

Aisthesis, Wahrnehmung heute oder Perspektiven einer neuen Ästhetik , Reclam, Leipzig 1991
Michel Chion, Audio-vision: Sound On Screen [= L’Audio-Vision, Paris 1990], New York: Columbia University Press 1994
Helga Finter , "Audiovision : Zur Dioptrik von Text, Bühne und Zuschauer" in: E. Fischer-Lichte, W.Greisenegger, H.T.Lehmann (Hrg.), Arbeitsfelder der Theaterwissenschaft, Tübingen 1994, 183-192