Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
MENU
DE EN

Theater für junges Publikum


05-BA-ATW-ATW-03, 05-BA-ATW-ATW-04
05-BA-ATW-ATW-05, 05-BA-ATW-ATW-06
05-MA-ATW-ATW-01, 05-MA-ATW-ATW-04
05-MA-ATW-ATW-05


Seit jeher erfährt Theater für junges Publikum eine große Nachfrage. Für die meisten öffentlich getragenen Bühnen (Stadt-, Landes- und Staatstheater) sind Produktionen für junges Publikum (zum Beispiel das sogenannte „Weihnachtsmärchen“) die auslastungstechnische Rettung der Spielzeit. Das Publikum ist so divers, wie es sich viele Spielstätten wünschen würden, und das Feedback enorm.

Trotzdem hat Theater für junge Menschen nach wie vor mit einem großen Anerkennungsdefizit zu kämpfen, weniger auf Seiten des Publikums als auf der „eigenen“, also der theaterinternen, ebenso wie auf der kulturpolitischen Seite und auf derjenigen der Ausbildungsstätten. So kommt es auf kaum irgendeinem Ausbildungsplan vor und im Theater dürfen sich viele Regieassistent*innen oder junge Regisseur*innen (vor allem Frauen) mal an einer Kinderproduktion „ausprobieren“. Zudem werden Produktionen für junge Menschen nach wie vor sowohl finanziell als auch personell überwiegend schlechter unterstützt. Eine Professionalisierung und die nach und nach steigende Anerkennung haben sich die Akteur*innen des Theaters für junges Publikum über Jahrzehnte hinweg hart erarbeiten müssen.

In diesem Blockseminar werden wir mindestens vier ausgewählte Produktionen des Internationalen Theaterfestivals für junges Publikum Rhein-Main, STARKE STÜCKE, sehen, diese diskutieren, mit Beteiligten sprechen und Fragen nachgehen wie:
Was heißt es, Theater für junge Menschen zu machen? Ist es wirklich so viel anders als für sogenannte „Erwachsene“? Was wird da verhandelt? Und was soll überhaupt „kindgerecht“ heißen?

Da die Details des Festivals zum Zeitpunkt der Erstellung des Vorlesungsverzeichnisses noch nicht festgelegt sind, wird die Dozentin bei einem ersten informellen Treffen im November 2019 das Programm und die damit verbundenen Zeiten und Orte bekanntgeben können. Fest steht, dass es sich um ein oder zwei Wochenenden (Freitag-Sonntag) im Rahmen der Festivalzeit (12.-23. März 2020) handeln wird. Eine entsprechende Info-Rundmail folgt.