Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Stadträume – Kunsträume, Geschichte, Theorien und aktuelle Entwicklungen des städtischen Raums


Thema des Seminars ist der radikale Wandel urbaner Strukturen im Zeitalter der Globalisierung. Wir werden uns mit Theorie und Geschichte der europäischen Stadt, mit städtebaulichen Entwicklungen einzelner Städte (z.B. Frankfurt, Paris, Berlin) und mit Fragen der ästhetischen Erfahrung im Kontext postmoderner Urbanisierungsprozesse beschäftigen.
Historisch ist v.a. der Umbruch zur modernen Stadt im Zuge der Industrialisierung im 19. Jh. von Interesse; die Großstadt wird zum Paradigma der Moderne. Wichtige Aspekte bei der Untersuchung zeitgenössischer Stadterfahrung werden die Bedeutung und Struktur des öffentlichen Raums, das Verhältnis von Zentrum und Peripherie bzw. von Zentralisierung, Marginalisierung und Dezentralisierung, die Verräumlichung politischer und ökonomischer Macht, virtuelle Räume und die Stadt als Spektakel sein. Wie sieht die räumliche Dimension der Globalisierung aus? Wie schlagen sich die ökonomischen, politischen und sozialen Veränderungen in der Struktur der Stadt nieder? Welche Handlungsspielräume bleiben oder bieten sich dem Einzelnen?
Anhand einzelner, ausgewählter Beispiele sollen die Möglichkeiten künstlerischer Auseinandersetzungen und Interventionen mit einbezogen werden (z.B. Pollesch, Schlingensief, Janet Cardiff, Lone Twins, Rimini Protokoll); der Schwerpunkt des Seminars liegt jedoch auf Geschichte, Theorie und aktuellen Entwicklungen der Stadt.
Am 24.10. ist eine ganztägige Exkursion mit Führung nach Frankfurt geplant.
Das Seminar steht - fakultativ - im Kontext zu dem Tutorium „SOUNDSCAPES / CITYPORTRAITS“ (Maximilian Haas / Prof. Heiner Goebbels) und einem sich daran anschließenden szenischen Projekt im kommenden Sommersemester.