Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Frauen und Fiktion


"Bevor der Vortrag beginnen kann, müssen ein paar Informationen über sein Entstehen gegeben werden. Doch sie müssen sich keine Sorgen machen. Dinge, die gleich beschrieben werden, existieren vielleicht so nicht."

Mit diesen Worten wird der Vortrag FRAUEN UND FIKTION eingeleitet. Basierend auf „A Room Of One’s Own“ von V. Woolf und Derridas Gedanken zur feministischen Lesart zitiert die Vortragende literarische oder zu Geschichte erstarrte Frauenbilder. Sie stellt sie gegenüber, führt zusammen, springt in Figuren, stellt sich selbst Fragen. Multiperspektivisch ergründet sie verschiedenste Positionen argumentativ und spielerisch, dekonstruiert Texte, Figuren, Überzeugungen. Immer auf der Suche nach einer neuen Idee für die Geschlechterfrage der Gegenwart. Wie weit muss man gehen, wenn man gängige Frauenbilder dekonstruieren will? Lassen sich Kategorien wie männlich/weiblich überhaupt aufheben, solange die Sprache weiterhin ihre Grenzen zieht? Wer ist eigentlich ER/SIE/ES? Muss am Ende dort angesetzt werden? So wandert die Vortragende in einen immer dichteren Fragenwald aus komplexen und weniger komplexen Fragen und entkommt diesem am Ende nur spielerisch.