Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Post hoc ergo propter hoc - was bisher geschah


Dauer ca. 45 Minuten

Christian Matthias Theodor Mommsen war ein Unikat. Ein Mann, der in seinem vollgestopften Arbeitszimmer gut mit Akten umgehen konnte. Und schlecht mit Kerzen.

Er hat für die wissenschaftliche Großforschung unglaubliches geleistet. Dennoch ist nicht seine mit dem Literaturnobelpreis prämierte „Römische Geschichte“ sein Opus Magnum, sondern vielmehr sein „Gerät zur Verdichtung, Faltung und Entzerrung zeitlicher Abfolgen in Berücksichtigung linear verlaufender kosmischer Stränge". Hierzu werden später noch einige Worte fallen.

Wir nähern uns Theodor Mommsen, besuchen sein Wohnzimmer – leider ist er gerade nicht da. Dafür aber sein Sessel, sein Globus, sein Teewagen. Lauschen wir dem freundlichen Audiokommentar, der uns über die tiefergehenden Details von Mommsens Leben und Werk informiert, solange, bis sich das museale Setting mit Leben füllt.
Wir bleiben am selben Ort, versprochen. Lediglich in der Zeit reisen wir herum, 5 Minuten vor und wieder zurück, größere und kleinere Distanzen, überlassen wir es dem Zufall. Mit dem richtigen Vehikel ist es kinderleicht und absolut ungefährlich. Keine Sorge, wir haben das im Griff.
Ein Museumsbesuch mit Audioguide, eine Exkursion, ein Ausflug, bis wir wieder dann sind, als wir angefangen haben – oder eben auch nicht.

Das Historische wird dem Hier und Jetzt gegenübergestellt. Die zwei schauen sich an, mögen sich und tun sich zusammen.
Ein theatrales Essay; mit und über Reisen durch die Zeit, auf der Suche nach historischer Wahrheit.