Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Inversum


Ein Performer, ein Tänzer und das Universum. Das unendlich Große spiegelt sich im unendlich Kleinen. Dazwischen liegt ein Wasserbecken, um das herum sich das Publikum wie zu einem Ritus versammelt. Die klangintensive Performance INVERSUM richtet Auge und Ohr gen Himmel. Für Regisseurin Isabella Roumiantsev ist dieser jedoch nicht erhaben und harmonisch, sondern dissoziativ, arhythmisch, verzerrt, paranoid: „Zersprengt in unzählige Partikel sucht der kosmische Körper nach seiner Integrität als unendlich großer Raum, der sich über sich selbst hinaus ausdehnt. Im Milliardenzyklus erstickt er in seinem eigenen Vakuum und bringt sich gleichzeitig selbst hervor, wieder und wieder. In seinem rastlosen Schlaf sind Substanz, Identität, Raum und Zeit invertiert und verzerrt. Der Kosmos folgt seinem eigenen Paradox in eine Realität, in der er sich selbst entziffern kann.“