Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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xy-ungelöst.potenziertes Aroma_Diainstallation


produziert und gezeigt im Rahmen der gleichnamigen performativen Installation der Gruppe mouche mouche anlässlich des Hardthoffestes 2001 in Giessen

Männer und Frauen in Männerzeitschriften. Männer und Frauen posieren für lifestyle - Produkte. Sie werden zu Stellvertretern eines bestimmten Parfums, einer Unterwäschenmarke, eines Brillenglases,... Wie sehen der von der Werbeindustrie kreierte Mann und diese Frau aus? Welches sind die Männerbilder, -körper und Haltungen, denen es nachzueifern gilt? Diese Bilder wurden von jungen Männern aus dem alltäglichen Leben nachgestellt. Wie realitätsnah oder –fern sind diese? Sind die von der Werbeindustrie propagierten Qualitäten wirklich erstrebenswert und inwiefern ist die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau in der Werbung und im Alltag noch wirklich von Bedeutung?
Die Installation spielt mit Fotografie im Sinne der Reproduktion physischer Realität, die zusammen mit der Reproduktion gestellter Posen inszeniert wird. Und doch findet man die fotographische Einstellung in der Örtlichkeit und bei den posierenden Performern wieder. Diese Aufnahmen treffen auf die Originale der Werbung.

Diainstallation

Die Diainstallation war in einem Raum mit Grundfläche 3,50m x 2,23m zu sehen.
Die vier Diaprojektoren befanden sich auf einem Gestell von 2,12m Höhe und 0,50m² Grundfläche. Das Gestell besaß 4 Ebenen. Die erste Ebene in Höhe von 2,12m, die zweite Ebene in Höhe von 1,50m, die dritte Ebene in Höhe von 1m und die vierte Ebene in Höhe von 0,60m. Auf jeder Ebene befand sich ein Diaprojektor.
Die Projektoren der ersten und vierten Ebene projizierten abfotografierte Werbung aus Männerzeitschriften (zu sehen in den Ordnern „Zeitschriftenoriginale 1“ und –2“). Die Projektoren der zweiten und dritten Ebene projizierten junge Männer aus dem alltäglichen Leben, die diese Posen vor dem Hintergrund des Universitätsgeländes in Gießen nachstellten ( zu sehen in den Ordnern „best of XY-ungelöst. 1“ und –2“). Das Gestell befand sich in 2,15m Abstand zu dieser Wand und 0,10m Abstand zu der gegenüberliegenden. Die Zeitschriftenoriginale wurden auf zwei aneinandergefügte Spiegelkacheln projiziert, die wiederum auf Spiegelkugelmotoren befestigt waren. So dass die Projektionen im Raum auf Höhe des Projektors kreisten. Um die Projektion möglichst klein zu halten (ca. 0,19m breit), wurden hierzu Objektive mit Brennweite 300mm verwendet. Die nachgestellten Bilder (best of „XY-ungelöst.1“ und –2“) wurden in Höhe von 2m und 1,50m parallel zueinander mittig auf eine 3,50m x 3,17m große Wand projiziert. Hierzu wurden Objektive mit Brennweite 120mm verwendet, damit die Projektion ca. 0,6m Breite betrug.
Alle vier Projektoren waren Leica Pratovit RT-m. Aufgrund der Rundmagazine, der 0-Funktion und der Zeitschaltuhr waren diese für die Installation am besten geeignet.