Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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JLP 2043


Comme un long interminable cri. Das war ihre Antwort auf die Frage, wie ein Solo klingen würde, das sie für immer tanzen würde. JLP 2043 - ein Solo für Julie Laporte. Sie wird es für die nächsten 25 Jahre tanzen, scheinbar für immer oder solange, wie sie am Leben bleibt. Das Solo entfaltet seine Kraft über die Dauer der gelebten Zeit. Es ist nicht die Euphorie des Neuen sondern das stille unaufgeregte Freuen am Neu- und Wiederentdecken des Alten. Es gibt Gerüchte, das Solo wirke sich zellverjüngend auf die Tänzerin aus - und nicht nur auf sie, sondern auf alle, die dabei sind, wenn sie es tanzt. Das ist aber nicht die Hauptsache. Ausgehend von den Lehren des alten Dao ist JLP 2043 ein Solo des allmählichen Verschwindens, der Negation, der affirmativen Verweigerung. Es erzählt vom Zugriff auf die Zukunft, den wir nie mit Gewissheit haben, vom Verhältnis zwischen Choreografie und Tanz, von strategisch sanfter Solidarität in Zeiten flexibel mobiler Überbeanspruchung und von der Liebe zwischen Tänzerin und Choreografin.

Als Teil des Festakts, der die nächsten 25 Jahre von JLP 2043 einläutet, werden zwei verwandte Arbeiten gezeigt: Hydrocommons von Riikka Tauriainen und Massage Sonore von NoMad Kollektiv (F/CH)

Dank an Jongil Choi, Thomas Péronnet, Sandra Umathum

Eine Produktion von Lucie Tuma in Koproduktion mit Gessnerallee Zürich, CCN – Ballet de Lorraine, Santarcangelo Festival, Performa Festival Ticino

Unterstützt von Stadt Zürich Kultur, Fondation Nestlé pour l’Art, Stiftung Anne-Marie Schindler, Georges und Jenny Bloch Stiftung