Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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DISKURS34 never again. arts/talks/theory


DISKURS34 never again. art / talks / theory

Vom 7.-10. November 2019 findet das Diskursfestival mit dem Titel never again. art/talks/theory in Gießen statt. Das interdisziplinäre Festival wird seit 34 Jahren von Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft organisiert und fördert den internationalen Austausch zwischen Studierenden, Künstlerinnen* und Wissenschaftlerinnen*.

Für die diesjährige Ausgabe suchen wir künstlerische und wissenschaftliche Positionen, die sich in ihrer Arbeit mit Implikationen von never again auseinandersetzen – eine Forderung, eine Parole, ein Oxymoron, ein Imperativ und eine gesellschaftliche Vereinbarung.

never again ...

never again Alkohol und Zigaretten, never again Plastik, never again zu spät kommen, never again Geburtstage vergessen, never again verliebt oder never say never?

Als Oxymoron verbindet never again zwei sich gegenseitig ausschließende Zeitlichkeiten: Der Abschluss, die Negation und das Verbot, welche im Niemals mitschwingen und die Repetition und Unabgeschlossenheit, die im Wieder enthalten sind.

never again verstanden als Forderung nach etwas Neuem spiegelt sich auch im Imperativ kreativer Neuschöpfung des Marktes wider. Welche Anforderungen werden heutzutage an künstlerische, kulturelle und wissenschaftliche Arbeitsweisen gestellt? Wie können wir diese erfüllen, ablehnen, transformieren oder subversiv nutzbar machen?

Als Parole beinhaltet never again eine Distanzierung von vergangenen Geschehnissen, um eine vermeintlich bessere Zukunft zu ermöglichen. Somit trägt sie auch zu einer Erinnerungskultur bei, die um Formen und Weisen kollektiven Erinnerns und Vergessens ringt. Im Angesicht zunehmender geschichtsrevisionistischer und antidemokratischer Entwicklungen stellt sich die Frage, inwiefern jenseits naiver Fortschrittsgläubigkeit Zugriffe auf Vergangenes denkbar sind.

Wie könnte ein never again als künstlerische und wissenschaftliche Arbeitsweise aussehen? Welche Verantwortungen tragen wir? Welche Haltungen, Verortungen und Motivationen ergeben sich dadurch für die eigene Praxis in Wissenschaft und Kunst?

Wir verstehen never again als Ausgangspunkt für eine kritisch-utopische Befragung der Gegenwart, als spielerische Aneignung komplexer Realitäten, als polemischen Trotz gegenüber verworrener Alltäglichkeit.

Bewerbung ...

Für eine Bewerbung sendet uns bitte das ausgefüllte Formular bis zum 14. Juni 2019 zu. Wir suchen sowohl bereits bestehende, als auch noch in der Konzeptionsphase befindliche theoretische und künstlerische Arbeiten.


Räumlichkeiten ...

Zur Verfügung stehen Bühnen-, Seminar- und Ausstellungsräume, sowie der Stadtraum. Kritikgespräche und Diskussionen verstehen wir als wichtigen Bestandteil in unserer Auseinandersetzung mit den eingeladenen Beiträgen.

Modalitäten ...

Wir stellen euch Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung und freuen uns darauf, Zeit mit euch im Festivalzentrum zu verbringen. In der Bezahlung richten wir uns nach den Honorar Untergrenzenempfehlungen des Bundesverbands freier darstellender künste.

Wir versuchen, ein möglichst barrierefreies Festival zu gestalten, und freuen uns daher auch besonders über Bewerbungen von Künstlerinnen* und Wissenschaftlerinnen*, denen sonst ein Aufenthalt auf Kunst-Festivals erschwert wird.

Bei Rückfragen stehen wir euch jederzeit per Mail zur Verfügung. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen.
application@diskursfestival.de