Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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dein schweigen ist mein liebstes geräusch


neulich saßen wir in meiner küche. die vorsätze sind trügerisch. wir warten, ob etwas passiert, um davon zu erzählen (denn etwas passiert immer). die drinks stimmen, aber die abstände nicht. ohne zu beschwichtigen, versuchen wir, uns diesmal nicht zu verpassen. jemand hatte etwas gesagt, wie quecksilber tropfen die wörter von den lippen, erst eins, zwei, die lippen sind feucht und so weiter, wir stimmen zu, wir stehen auf, stehen am fenster: minuten verwachsen mit den fiktionen. jemand deutet auf einen hellen, in gleichmäßiger geschwindigkeit durch die nacht fallenden punkt. wahrscheinlich ein satellit. wir sagen: „alles ist echt“.

wir widmen uns verfehlten übergängen und beziehungen, einer figur zwischen narzissmus, dem wunsch, mehr als 1 zu sein und dem ‚ich‘ zu entkommen.

erarbeitet in zusammenarbeit mit: maximilian brands, jens eschert, sharon jamila hutchinson, eva königshofen
text: maxi zahn
kostüm: kristin gerwien
musik: harold, falko schnelle, sara trawöger