Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Happiness Is A Warm Gun


Radikalfeministisch, polemisch, komisch, zeitlos: Valerie Solanas SCUM-Manifest von 1968 ist ein Meilenstein der Gegenkultur, eine schwarzhumorige Analyse der toxischen Kraft des Patriarchats. Lange vor Erfindung von CRISPR beschreibt Solanas das Männliche als einen biologischen Unfall, ein Gendefekt, den es auszurotten gilt, um endlich mit dem Aufbau einer menschlichen Gesellschaft zu beginnen. Die am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft gegründete Performancegruppe SKART unterzieht Solanas Wutausbruch von 1968 einem ästhetischen Update in einer augenzwinkernden Achterbahnfahrt durch die Aktualität des Texts – nicht zuletzt, um die eigene männlich geprägte Perspektive lustvoll zu zerfleischen.