Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
MENU
DE EN

Who the fuck is Macarena?


Angefangen beim Ententanz über den Time Warp oder die YMCA-Formation, den „Pulp Fiction“-Dance oder den Lambada-Hüftschwung bis hin zu Sommerhits wie „Macarena“ – das kollektive Gedächtnis einer gesamten Generation ist voll mit Tänzen, Gesten und Bewegungen, die wir uns aus Kino und Fernsehen abgeschaut und die sich tief in unser Bewegungsrepertoire eingebrannt haben. Doch in welchem Verhältnis stehen diese gemeinsamen Erinnerungen zu den individuellen Erlebnissen, die wir damit verbinden, und somit auch zu unserem persönlichen Körpergedächtnis? Was macht den Lustgewinn am Gruppentanz aus – und warum fühlt man sich sofort verlassen, wenn man als einziger einer Gruppe die Schrittfolgen nicht beherrscht?

In Interviews und Gesprächen mit Tänzern und Nicht-Tänzern wurden Erinnerungen an kollektive und individuelle Tanzerfahrungen gesammelt. Der Fokus lag dabei nicht darauf, Bewegungsabläufe oder Gesten möglichst korrekt und vollständig zu erinnern, sondern auf dem sehr persönlichen und subjektiven Versuch der Rekonstruktion und dessen Scheitern.

Who the fuck is Macarena? möchte ausgehend von dieser Sammlung mindestens ebenso viele individuelle Geschichten erzählen und tanzen. Eine Gruppen-Choreographie der Zukunft soll entstehen – mit Brüchen, Leerstellen, Widersprüchen und Irritationen.
Konzept/Regie/Choreographie: Sarah Bonnert (ATW) und Susanne Zaun (Alumna ATW)
von und mit: Enad Marouf (CuP), Annika Scheffel (Alumna ATW), Victoria Söntgen und Romain Thibaud Rose
Bühne/Kostüm: Sarah Bonnert (ATW) und Anna Teuwen (Alumna ATW)
Sounddesign: Friederike Kenneweg (Alumna ATW)
Licht: Jesica Janssen
Mentor: Gerald Siegmund (Professur CuP)
Dramaturgische Beratung: Philipp Schulte (Alumnus ATW)

Projektensemble_4 des tanzlabor_21 am Mousonturm Frankfurt.