Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Theatermaschinen - Theatermodelle


Für die Ausstellung Theatermaschinen / Theatermodelle (AT) werden mediale Skulpturen erstmals in der Schweiz zu sehen sein, welche in Modellwelten das Theatralische akzentuieren und hinterfragen. Die Veränderung des Massstabs generiert hier einen Simulationsraum, der eine Annäherung an spezifische zeitgenössische Problemstellungen ermöglicht.

So bezieht sich die Arbeit «Projektion 1675» auf ein theatrales Erlebnis des deutschen Philosophen in Paris: die Präsentation eines Apparats mit dessen Hilfe Menschen über die Seine laufen können bewegt ihn derart, dass er in einer Kampfschrift die Gründung einer Akademie für Repräsentation fordert. Der Techniker, Analytiker und nicht zuletzt tief religiöse vertraut den Mitteln des Theaters, der (Re-) Präsentation, dem Effekt, der Zerstreuung, wenn es um den Vertrieb neuer Technologien geht also mehr als der Überzeugungskraft naturwissenschaftlicher Fakten. Aporien wie diese decken die Arbeiten von Tobias Rosenberger visuell eindrucksvoll auf und enthüllen dem Betrachter ein Narrativ, das in den Bann zieht.
(Alan Twitchell)

http://www.theater-roxy.ch/spielplan/2010/tobias-rosenberger/

http://www.tobiasrosenberger.de/