Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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KRIEG SPIELEN ODER ICH WÜRDE NIEMALS BÖSARTIG EINE SUPPE ESSEN


Wie spielt man Krieg? Wie gibt man seinem Personal ein Gesicht? Und wem gehören diese Kriegsgesichter eigentlich? Täter, Opfer und „Helden", Adolf Hitler und Graf von Stauffenberg haben längst Einzug gehalten in die Popkultur als Symbole für das ultimativ Böse oder das edelmütige Gute. Susanne Zauns Projekt untersucht die Grenzen der Repräsentation, die Darstellbarkeit des Undarstellbaren: den Kriegsfilm und seine SchauspielerInnen. Auf welche Weise muss man seine Suppe löffeln, wenn man einen Nazi spielen will? Aus Interviews, Doku-Material, Filmsequenzen und Texten von und über FilmschauspielerInnen entstehen Szenen und Bilder, chorische Passagen und gestische Zitate. „Ich würde nie eine Suppe bösartig essen" sagt Bruno Ganz über seine Vorbereitung auf „Der Untergang."