Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Conan der Zerstörer


Conan der Zerstörer
SKART

Nachdem sie in „Conan der Barbar“ die unerfüllte Suche des Westeuropäers nach individuellem Glück und sinnstiftender Existenz äusserst spielerisch umgesetzt haben, setzen SKART mit „Conan der Zerstörer“ ihre Auseinandersetzung mit Desorientierung, Kapitalismus und Aufbegehren fort. Im zweiten Teil thematisieren SKART den Flirt der Hauptfigur Conan mit der Ideologie. Conan ist nun nicht mehr unglücklich und einsam. Im Gegenteil, er ist von allem Schmerz befreit, da er im Laufe des Abends auf etwas gestoßen wird, das ihm ein Leben ohne Angst, Widerspruch und Sinnentzug zu ermöglichen scheint: Er wird zum Faschisten.

Ganz im Zeichen der gebrochenen Affirmation bauen SKART ein Format aus Lesung, Vortrag und Late-Night-Talkshow, das mit charmanter Rotzlöffelei genauso zu punkten weiss, wie mit klassischen Schauspieleinlagen und totalitärer Zwanglosigkeit. Auf diese Art demonstrieren SKART die Möglichkeit aktuelle gesellschaftliche Tendenzen à la Neokonservatismus, Biedermeier-Relaunch und Einfamilienhauseskapismen zu hinterfragen, indem sie deren Wertevorstellung ins Absurde sublimieren.


Von und mit SKART (Anna Hentschel, Philipp Karau, Steffi Kayß , Mark Schröppel, Charles Toulouse, Annika Ullmann, Camilla Vetters) // Eine Produktion von SKART, Treibstoff Festival Basel und Kampnagel Hamburg // Gefördert von: Kulturbehörde Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung

Performance, 60 min.

Homepage: www.skartskart.com, www.das-schau-an.de, www.treibstoffbasel.ch, www.kampnagel.de