Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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ZUM SPÄTI AN DER PLÖTZE
bei den FESTSPIELEN AM PLÖTZENSEE, Berlin


Freibäder sind im absolut besten Sinne austauschbar. Tauschbar wenn nur durch andere städtische Bäder in jeder beliebigen Stadt, Größe egal. Ich meine damit: Das Prinzenbad könnte auch das Freibad Mollbeck in Recklinghausen sein. Sie sind unüberschreibbar und gleichzeitig schreibt sich bei jedem Besuch ein loses und doch recht vorzeigbares Porträt jenes Bezirks, in dem das Bad abgezäunt Freizeit herstellt. Sogar mit Daseinsvorsorgeauftrag, sie gelten als Grundversorgung der Menschen in der Stadt. Mit ihren nicht reflektierenden, im Sommer zu heißen Steinen, Mayonnaiseflecken, kühlem hellen Wasser und Liegewiesen schaffen sie es so zu bleiben, wie sie sind, völlig ungerührt von sämtlichen städtischen Veränderungen, die sie umgeben. Es sind Freizeitstätten, sachliche Freizeitorte, die immer funktionieren, utopische Orte, wenn man denn will (Aber wir mögen keine Utopien!). Zum Späti an der Plötze ist eine Stückentwicklung, die sich mit dem Strandbad als Projektionsfläche für Urbanen Lebensraum auseinandersetzt, der Frage nach (halb) öffentlichen Räumen in unserer Stadt und ganz nebenbei auch die Reise einer durstigen Meute zu sich (selbst).


Mit: Brigitte Cuvelier, Rupert Enticknap, Sarah Gailer, Banafshe Hourmazdi, Leonie Jenning, Max Koch, Mara Moya, Victor Nicolaus genannt Nico

Kostüm: Marilena Büld
Bühne: Lukas Kesler
Maske: Rama Al Rached
Ausstattungsassistenz: Leander Kreissl
Regieassistent: Colette Schäfer
Dramaturgieassistenz: Leander Dörr
Produktionsassistenz: Justin Franklin-Stokes

Text: Jan Koslowski & Leonie Hahn
Dramaturgie: Leonie Hahn
Regie: Jan Koslowski